Pegida München – Provokation auf der Feldherrhalle

Am Montag, den 12.10.15 fand in München wieder ein Pegida Aufmarsch statt. Mit bis zu 300 Teilnehmern marschierten sie durch die Innenstadt. Eine erschreckende Szene ergab sich kurz vor dem Ende der Pegida Demonstration, als etwa 10 bekannte Neonazis die Abschlusskundgebung verließen und in Polizeibegleitung gezielt in Richtung Feldherrnhalle liefen.

Auch am Montag fanden sich bis zu 300 Teilnehmern bei der Pegida Veranstaltung ein. Mit etwa dutzend bekannten und verurteilten Neonazis liefen sie durch die Münchner Innenstadt. Schon am Anfang kam es zu kleinen Auseinandersetzungen, als Nazis durch die Gegendemo in den Käfig von Pegida gingen. Daraufhin nahm die Polizei Ramazan S. kurze Zeit in Gewahrsam. Er durfte dennoch am Aufmarsch der Pegida Demo teilnehmen. Ramazan S. ist schon bei den letzten Demonstrationen negativ aufgefallen. Immer wieder versuchte er trotz großem Polizeiaufgebot Gegendemonstranten anzugreifen und Journalisten zu bedrohen. Widersprüchlich ist, dass er an einem Aufmarsch türkischer Nationalisten in München teilnahm und trotzdem bei Pegida willkommen geheißen wird.
Während des Aufmarsches gelang es kleinen Gruppen von Gegendemonstranten immer wieder, neben den Rassisten und Nazis zu laufen. Der Aufmarsch verlief dennoch friedlich.

Nazis auf der Feldherrnhalle
Kurz vor Ende der Abschlusskundgebung verließen die etwa dutzend Neonazis um den verurteilten Neonazi Karl Heinz Statzberger die Pegida Demonstration. In Begleitung von einem USK Trupp gingen sie gezielt in Richtung der Feldherrnhalle. Mehrere Personen protestierten bei der Polizei: „ Das sind verurteile Neonazis, was fällt Ihnen eigentlich ein, diese auf solch historisch belasteten Gebäude zu lassen?“ Trotz der massiven Proteste unternahm die Polizei nichts. Die Nazis standen auf der Feldherrnhalle und posierten vor den Fotografen. Dabei erhob einer die rechte Hand mit geballter Faust. Ein Ersatz für den Hitlergruß?

Thomas Baumann zur Süddeutschen Zeitung:

„Die Münchner Polizei will den Spuk in der Feldherrnhalle nicht auf sich beruhen lassen. Man wolle diesen Kreisen „keine Handbreit geben“.“

Interessant wird es am 9. November, der dieses Jahr ausgerechnet auf einen Montag fällt (am 9. November 1923 fand vor der Feldherrnhalle der Hitlerputsch statt. Ebenfalls fand am 9. November 1938 die Reichsprogromnacht statt). Vorsichtshalber hat das Bündnis „München ist Bunt“ an mehreren vom Nationalsozialismus belastenden Orten Kundgebungen angemeldet. Ein Aufmarschieren der Nazis soll verhindert werden.

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