Jahresrückblick 2015

Anti-Siko Demonstration

Um den 7.2.2015 fand wie jedes Jahr die Sicherheitskonferenz in München statt. Wie jedes  Jahr organisierte man auch dieses Jahr große Gegenproteste. Aus ganz Deutschland kamen Demonstranten nach München.  Neben vielen Organisationen gab es auch einen Antimilitaristischen und Antikapitalistischen Block, an dem etwa 500 Menschen teilnahmen.

1. Siko 7.2.15
Antikapitalistischer und Antimilitaristischer Block

No Nazis!

Seit Ende 2014 marschieren in ganz Deutschland besorgte Bürger, Rassisten und Neonazis durch die Straßen und hetzten gegen geflüchtete, anders gläubige und anders denkende Menschen. Am 12.01.1015 war es auch in München soweit. Der Münchner Pegida Ableger „BAGIDA“ marschierte dass erste mal. Es kamen etwa 1200 Neonazis und Rassisten, die im Nachhinein jagt auf antifaschistische Gegendemonstranten machten.  Mit der Zeit sank die Zahl der Pegida Teilnehmer auf nur 100-200 Teilnehmer. Auch auf der Gegenseite, auf der anfangs mehrere tausend kamen, sank die Zahl deutlich (Fotos vom 02./09.03.2015).

Solidaritätsdemonstration für Flüchtlnige

In einer Zeit, in der wöchentlich Flüchtlingsheime brennen und Rassisten und Neonazis bei Demonstranten frei rum laufen können und Menschen angreifen, die nicht ihrer Meinung sind, ist es wichtig Solidarität zu zeigen! Am 16.4.2015 zeigten etwa 150 Menschen ihre Solidarität mit geflüchteten Menschen.

4. Bleiberechts Demo 16.4.15

„Der dritte Weg“ 

Wie an vielen anderen Orten meldete  die neonazistische Partei „Der dritte Weg“ in Freising  vor dem Kriegerdenkmal eine Kundgebung gegen den angeblichen Asylmissbrauch an. Das Kriegerdenkmal wurde(wie bei jeder anderen rassistischen Kundgebung) abgedeckt.

5. Dritter Weg 18.4.15

Grenzenlose Solidarität

Am 25.04.2015 gedachten Neonazis aus dem ehemaligen FNS Umfeld dem verstorbenen Neonazi Reinold Elstner. Die Kundgebung fand am Max-Joseph-Platz statt. Jedes Jahr regt sich großer Widerstand gegen die Neonazikundgebung. Dieses Jahr gab es, nachdem die Neonazis zur Bahn gebracht wurden, eine antifaschistische Spontan-Demonstration. Die Polizei stoppte die Demonstranten nach kurzer Zeit auf Höhe des Rindermarktes.

5.1. Sponti nach Rheinold Elstna

Widerstand gegen Pegida

Seit dem 12. Januar marschieren wöchentlich bekannte Neonazis unter dem Deckmantel von Pegida durch die Straßen von München. Obwohl die Anzahl der Gegendemonstranten erheblich sank, gab es immer wieder mehrere Versuche, die Aufmärsche zu stören oder zu stoppen.  Am 27.04.2015 gelang es etwa 30 Antifaschisten und Antifaschistinnen sich auf die Route zu setzten. Für etwa eine halbe Stunde stoppten sie Pegida und verhinderten somit, dass zur Abschlusskundgebung einige Redner nicht sprechen konnten. Nachdem die Blockierer der Aufforderung der Polizei aufzustehen und die Route freizumachen nicht nachkamen, wurden diese teils gewaltsam von USK Beamten geräumt.

Pegida München gegen Nazis?

Obwohl bei Pegida bekannte Neonazis mitliefen, waren einige Teilnehmer immer noch der Meinung, dass sie die wahren Antifaschisten sind.  Doch die Nazis hielten Israel Flaggen und „Gegen Nazis“ Fahnen nicht auf (Foto vom 04.05.1015).

7. Pegida 4.5.15

„Wer nicht feiert, hat verloren“ Demonstration zum Tag der Befreiung

Am 8.Mai riefen Parteien  und Gewerkschaften in München zu einer Demonstration am „Tag der Befreiung“ auf, an der  auch ein „linksradikaler Block“ teilnahm. Mit etwa 100 Menschen im Block machten diese am meisten Stimmung.

8. 8.5. Tag der Befreiung

Pegida gewaltbereit und vereint gegen andersdenkende!

Am 18.05.2015 marschierte Pegida wieder einmal an einem Montagabend. Etwa 5 Minuten nachdem sie losgingen, stießen etwa 13 bekannte Neonazis zu der Demonstration. Mit dabei hatten sie ein Transparent, auf dem die Worte „Anti-Antifa“ geschrieben wurden. Anstatt sich von ihnen zu distanzieren, wurden sie herzlich willkommen geheißen und bekamen Applaus.

Auf der Facebook-Seite von Pegida  konnte man später lesen, dass „die sogenannten Hooligans uns vor den bösen Steinewerfern  schützen“.

9. Pegida 18.5.15

Kein Platz für Lutz in München

Für den 20.07.2015 kündigte Pegida München an, dass Lutz Bachmann nach München zu Besuch käme und meldete eine Kundgebung am Marienplatz an. Doch zu Pegida kamen nicht die erwarteten 600 Teilnehmer, sondern gerade mal 200. Dagegen demonstrierten bis zu 1000 Menschen.  An diesem Tag wurde auch der Antifaschist Paul festgenommen. Der Vorwurf war, er hätte sich mit einer sogenannten Knüppelfahne bewaffnet.

Freiheit für Paul

Als bekannt wurde, dass „Antifaschist Paul“ wegen einer zu kleinen Fahne in U-Haft genommen wurde, war das Entsetzten groß.  Schon nach vier Tagen wurde eine Solidaritätskundgebung vor der JVA Stadelheim angemeldet.Paul wurde am 15.09.2015 wieder freigelassen.

11. Free Paul 24.15

Mehr als Fussball

Der ESV Neuaubing hatte für die Saison 2015/2016 in der C-Klasse keine Mannschaft. Das war ein Vorteil für Olaf Butterbrod, der seit Jahren im Englischen Garten mit geflüchteten jungen Männern  Fußball spielte und nun einen Verein suchte. So entstand die erste Flüchtlingsmannschaft in Bayern.  Das Bild entstand beim ersten Spiel gegen den TSG Pasing II, bei dem der ESV mit 4:0 gewann. Inzwischen spielt die Mannschafft richtig gut zusammen und alle sind froh, dass sie die Möglichkeit haben sich von dem Alltag abzulenken.

11.1 eSV Neuaubing 30.8.

Refugees Welcome!!!

Seit dem 01.09.2015 kamen in München tausende Flüchtlinge an. Neben den hunderten freiwilligen Helfern machten  Neonazis gegen die ankommenden Menschen mobil.

Bild 1. entstand am 7.09.2015, als Neonazis direkt am Hbf. eine Kundgebung hielten. Währenddessen kamen immer noch Flüchtlinge an und wurden von vielen Menschen herzlich willkommen geheißen.

Tag der deutschen Patrioten

Für den 12.09.2015 mobilisierten hunderte Neonazis nach Hamburg zu dem sogenannten „Tag der deutschen Patrioten“. Doch dieser wurde noch am 12.09.2015 wegen erwarteten Ausschreitungen verboten.  Also mobilisierten die Neonazis noch am selben Tag nach Bremen. Hunderte Antifaschisten, die nach Hamburg gekommen waren, fuhren den Nazis nach.

Unterwegs erfuhr man, dass die Nazis Einreiseverbot in ganz Bremen hatten. Trotz des Verbots fand gegen 14 Uhr eine Antifaschistische Demonstration mit etwa 2000 Teilnehmern statt. Am Abend gab es in Hamburg vor der Roten Flora noch Krawalle.

Nazis die Wiesn vermiesen

Am 29.09.2015 meldeten Neonazis, der Partei „Die Rechte“ eine Demosntration in Rosenheim an. Sie rechneten allerdings nicht mit den rund 1000 Gegendemonstranten, die den Aufmarsch blockierten.

14. rosenheim die rechte 29.09

HOGESA scheitert am Jahrestag

Am  25.09.2014 wurde in Köln eine Demonstration von Hooligans angemeldet  Sie nennen sich „Holligans gegen Salafisten“. Die Demonstration endete  in schweren Krawallen, bei denen mehrere Polizisten verletzt wurden. Für den 25.10.2015 meldeten die Hooligans wieder eine Demonstration an. Die Stadt wollte diese verbieten, womit sie nicht durchkamen. Letztendlich durften die Hooligans ihre Kundgebung hinter dem Bahnhof Deutz abhalten. Eingekesselt von hunderten Polizisten und vier Wasserwerfern waren die etwa 500 Nazi-Hooligans sichtlich genervt und gelangweilt. Dieses Jahr gab es antifaschistischen  Widerstand. Mit etwa 200 Teilnehmern wurde schon am Vorabend gegen Nazis demonstriert (Bild 1.). Am Abend des 25.10.2015 gab es noch eine antifaschistische Demonstration.

Rudolf Hess Heldengedenken

Am 14.11.2015 marschierten wie jedes Jahr hunderte Neonazis durch das bayrische Wunsiedel und gedachten ihren Helden Rudolf Hess. Dieses Jahr gab es eine antifaschistische Demonstration, die sich gegen den Aufmarsch richtete und an der etwa 100 Menschen teilnahmen.

18. Wunsiedel Heldengedenken 14.11.15-2

Never Again!

Am historischen Datum, dem 09.11.2015 wollte Pegida München wieder einmal demonstrieren. Doch etwa 1500 Menschen  blockierten und kesselten die an der München Freiheit stehenden Nazis ein.

19. Pegida am 9.11

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